Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21
organisiert vom Dokumentationszentrum Barth
Das
Lager wurde am 30. April 1945 geräumt. Zuerst wurden die Männer und Stunden
später die Frauen über Damgarten, Ribnitz, Rövershagen in Richtung Rostock auf
einen Todesmarsch geschickt. Die Nacht zum ersten Mai, die Ereignisse in
Ribnitz und die Tage danach entschieden über das Schicksal vieler Häftlinge.
In den Archiven von Barth und Ribnitz-Damgarten liegen seit Jahren
Erinnerungsberichte der Betroffenen. Viele Berichte weichen aber voneinander
ab.
Einer der Gründe dafür sind das unterschiedliche subjektive Erleben der Ereignisse und die Erinnerungen daran.
Unter Anleitung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V. haben
Schüler der Bernsteinschule und des Förderzentrums Ribnitz-Damgarten das
Material aufgearbeitet.
Die Autoren stießen dabei auf manche Frage:
Welche „Marschroute“ nahmen die einzelnen Häftlingskolonnen? Wurde die
Recknitzbrücke (Passbrücke) gesprengt oder war sie erst zur Sprengung
vorgesehen? Wo verließen die SS-Wachmannschaften die Gefangenen? Was geschah
in Ribnitz auf dem Markt? Wer entwaffnete den Hauptmann Brämer? Was geschah
dann mit den Häftlingsfrauen? Welche Gefahren standen den Häftlingen bevor,
die sich in kleinen Gruppen weiter über Altheide, Rövershagen in Richtung
Rostock schleppten? Wie kamen die Häftlinge „nach Hause“ und was erwartete sie
dort?
Mit dieser Dokumentation wird ein weiteres Stück regionaler Geschichte
öffentlich gemacht.
Ein Stück Geschichte, durch die drei Städte: Rostock, Ribnitz, Barth einige
Jahre schicksalhaft verbunden wurden – die Verlagerung der Heinkel –
Rüstungsproduktion von Rostock nach Barth, der Todesmarsch der Häftlinge vom
KZ Barth in Richtung Rostock.