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 Kargers Web-Fotoalbum
 
 
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Israel - Archeology

Dieses Album (Israel - Archeology) beinhaltet derzeit 273 Fotos wichtiger Archäologischer Denkmäler und Ausgrabungsstellen.

Archäologie ist Israels beliebtestes Hobby - und die Gelegenheiten dazu sind fast unbegrenzt. Im ganzen Land verstreut findet man archäologische Stätten aus allen historischen Perioden. Die bedeutendsten, wie Caesarea, Ashkelon, Jericho oder Masada, sind Nationalparks, die der Öffentlichkeit gegen geringen Eintritt zugänglich sind.
Zur Erklärung der Stätten gibt es meist englischsprachige Tafeln und ausführliche Broschüren. Mehr darüber bei der
National Parks Authority - 4 Rehov M. Makleif - Hakirya - Tel Aviv 61070 - Tel. (03) 252281.
Es gibt aber auch archäologische Stätten, die nicht markiert sind oder Besuchern nicht offenstehen. Interessiert man sich dafür, sollte man das Department for Antiquities and Museums kontaktieren. Archäologische Funde sind auch in Museen ausgestellt, vor allem im Ha‘aretz Museum Tel-Aviv und im Israel Museum Jerusalem.

Ausgrabungen
Ständig wird an mindesten zwei Dutzend verschiedenen Stellen gegraben, und in den Sommermonaten sind freiwillige Helfer fast überall willkommen. Zu den beliebtesten Stätten gehört Tel Dan (nahe dem Kibbuz Dan und Banias in Norden Israels), dessen Ruinen von den Kanaanitern, den Israeliten und von den Römern stammen. Aber auch Tel Dor (nahe dem Kibbuz Nachscholim und Caesarea) ist reizvoll.
Hamat Gader, Horvat Uza, Sephoris (2 Stätten), Kfar Nahum (Capernaum), Tel Arad, Timna und viele andere beschäftigen Freiwillige. Sie müssen älter als 18 Jahre sein (manchmal 16) und sollten möglichst lange vorher mit den einzelnen Ausgrabungsleitern Kontakt aufnehmen. Adressen und Informationen gibt es bei jedem IGTO oder bei:
Dept. of Antiquities & Museums / Ministry of Education & Culture / P.O. Box 586 / Jerusalem / Tel. (02) 278502/3.
   
Israel - Cities

Dieses Album (Israel - Cities) beinhaltet derzeit 256 Fotos aus größeren Städten in Israel (außer Jerusalem und Eilat). Sie sind nach dem englischen Alphabet geordnet und unterteilt in die Regionen North, Center, South.

Palästinensische Schulbücher entfachen Flammen des Hasses
In den ersten Jahren nach den Oslo-Vereinbarungen wurden Diskussionen über die Hetze der Palästinenser gegen Israel als lästige Randerscheinungen betrachtet und die Presse zeigte an diesem Thema nicht viel Interesse. Man hatte Shimon Peres‘ Prophezeiung eines "neuen Nahen Ostens" im Kopf und so schien das Durchstöbern palästinensischer Schulbücher und das Hören auf Verlautbarungen palästinensischer hoher Beamter ein erschöpfender Akt, wenn nicht sogar ein total unwichtiger, zu sein.
Die Welle der Gewalt, die seit den letzten zwei Jahren zu sehen ist, beweist offensichtlich etwas anderes. Der Selbstmordattentäter kommt nicht nur wegen der Besatzung und der Verzweiflung nach Netanya und Hadera. Die Stimmung in der Gesellschaft – zum Teil von der PA selbst, zum Teil von islamischen Organisationen gelenkt – diktiert ebenfalls seine Handlungen.
Mit diesem Gedanken im Kopf ist es lohnend, den Inhalt der palästinensischen Schulbücher noch einmal zu überprüfen. Gemäß einem Untersuchungsbericht, der kürzlich vom Verbindungsbüro der IDF in der Westbank und in Gaza zusammengestellt wurde, kommt zum Vorschein, dass das Hauptthema in den Büchern ein militärisches und nationalistisches ist, weit davon entfernt, den Staat Israel anzuerkennen – diesen Partner für den "Frieden der Mutigen", wie es in den Oslogesprächen vom Vorsitzenden der PA, Yassir Arafat, ausgedrückt worden war.
Der Lehrplan der PA basiert in der Westbank auf jordanischen Schulbüchern. Im Gazastreifen werden Schulbücher aus Ägypten benutzt. Die jordanischen, die viele antisemitische und aufhetzende Ausdrücke verwenden, wurden tatsächlich von Palästinensern für den alleinigen Gebrauch im Westbank-Bildungssystem geschrieben. Mit Beginn des Jahres 2000 hat das palästinensische Kultusministerium zusätzlich zu den fünften und sechsten Klassen auch eigene Bücher für die ersten und zweiten Klassen herausgegeben.
Die Untersuchung, die von Noach Meridor vom Verbindungsbüro geleitet worden war, überprüfte 23 solcher Bücher. Hierbei wurde eine "systematische Erziehung zur Entlegitimisierung der Existenz des Staates Israel" ersichtlich, "die die Flammen des Hasses und der gewalttätigen Rache zur Zerstörung des Landes anfacht". Die Bücher drücken einen Mangel der Anerkennung des Staates Israel selbst in den Grenzen vor 1967 aus. Daneben gibt es unnachgiebige Forderungen nach der palästinensischen Herrschaft über das ganze Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer.
Die Bücher behaupten, dass die Palästinenser die ersten Rechte auf das Land haben. Die "arabischen Kanaaniten" waren vor den Juden hier, deshalb seien die Behauptungen der Zionisten über das Anrecht auf das Land kraft ihrer Vorfahren eine Lüge. Zionismus wird als eine Bewegung beschrieben, in der die Beschlagnahmung des Landes das oberste Ziel ist. Das Bevölkern Israels wird selbst innerhalb der Grünen Linie als Errichtung von "Siedlungen" betrachtet.
Die Ermittler dieser Untersuchung sagen, dass das in diesem Zusammenhang benutzte Wort "Siedlung" eine vollkommene Entlegitimisierung der jüdischen Städte in Israel bedeutet, verdeutlicht durch die Tatsache, dass es die palästinensische Öffentlichkeit enthusiastisch unterstützt, allen Siedlern Schaden zuzufügen.
Israel wird als böses Land beschrieben, das ausbeutet und degradiert, in dem Soldaten barmherzige Krankenschwestern erschießen und Juden Schafotts bauen. Die Ausbeutung und Degradierung geschehe auch dadurch, dass man die Namen von arabischen Dörfern und Städten verändert und dadurch, dass man arabische Handschriften verunstaltet und stiehlt.
Auf vielen Karten der Region fehlt der Name "Israel". Die gesamte Region wird in den Büchern "Palästina" genannt. Über Städte wie Haifa, Afula und Jaffa heißt es, dass sie zu Palästina gehören, wobei Statistiken bezüglich der Größe Palästinas diese als für Israel wichtige Städte gebrauchen.
Die Lösung für die Situation der Palästinenser wird durch das Bejubeln zweier Ziele zum Ausdruck gebracht: das Rückkehrrecht der Flüchtlinge und der Jihad (Heiliger Krieg). Das Rückkehrrecht ist die Lösung für palästinensische Flüchtlinge, was durch Lieder, Zeichnungen, Geschichten und Geschichtsunterricht zum Ausdruck gebracht wird. Die Vision der Rückkehr auf israelisches Land wird als legitimes nationales Ziel unterstützt.
Eine dem palästinensischen Unabhängigkeitstag gewidmete Zeichnung in einem Buch der zweiten Klasse zeigt eine Schule mit dem Namen "Die Rückkehr" und eine Fahne, auf der steht: "Unsere Ferien beginnen am Tag unserer Rückkehr". Im dem Buch "Unsere schöne Sprache" (das Buch einer zweiten Klasse) wird eine "Reise durch unser Heimatland" beschrieben: "Die Familien von Karim und Lilly machen sich auf den Weg zu einer Reise nach Jaffa" sagt die Überschrift, daneben ein Luftbild von Jaffa.
Der Jihad wird auch als eine legitime und hochgeschätzte Verhaltensweise betrachtet. Tapferes Kämpfen und Sterben im Kampf – als "Shaheed" (Selbstmordattentäter) – werden als geschätzte Werte angesehen. Der Text des Liedes "Lied der Shaheeds" ist im Buch einer siebten Klasse zu finden: "Ohne mein gestohlenes Recht und Heimatland ist es besser zu sterben, das Strömen des Blutes ist Musik in meinen Ohren." Das Buch erklärt: Ein ehrenhafter Tod ist einer in Allahs Namen, bei dem man sein Heimatland verteidigt.
Auch wenn die Segmente, die durch die Untersuchung hervorgebracht wurden, leider nur zu wahr sind, haben die Ermittlungsbeamten manchmal ihre eigene Interpretation der Gesichtspunkte.
Mehrere zusätzliche Zeichnungen werden als Hetze gegen Israel betrachtet, einschließlich derjenigen, die IDF-Soldaten zeigen, die Familien daran hindern, palästinensische Gefangene zu besuchen und solcher, die Bulldozer zeigen, die Olivenbäume entwurzeln. Selbst wenn diese Bilder keine Mühe scheuen zu zeigen, wer gut und wer schlecht ist (der Soldat mit dem bösen Gesicht steht dem unschuldigen Kind gegenüber), sind sie doch vertraute Erscheinungen im Leben beinahe jedes palästinensischen Kindes, wie jede Fahrt auf einer Straße in der Westbank oder in Gaza zeigen wird. Anscheinend ist dem Zeichner seine Umgebung bewusst: die Soldaten auf dem Bild sind Reservisten. Einer von ihnen trägt sogar eine Sonnenbrille und einen Bart.
   
Israel - Jerusalem

Dieses Album (Israel - Jerusalem) beinhaltet derzeit 273 Fotos aus Jerusalem.

Jerusalem – Die umkämpfte heilige Stadt

Bedeutung Jerusalems für die Juden
Für die Juden ist Jerusalem das Zentrum jüdischen Glaubens. Seit 300 Jahren ist die Stadt Fokus des jüdischen Gebets. Hier entstanden Tempel und Siedlungen und hier residierten die jüdischen Könige.
Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ist Jerusalem als „Ewige Hauptstadt Israels" nicht nur das unteilbare religiöse Zentrum sondern auch das politische Zentrums Israels. Am Pessach-Fest, einem der höchsten jüdischen Feiertage, grüßt man sich auf der ganzen Welt mit "le-Shana ha-ba ´a be-Irushalajim ha-benuja" (Das kommende Jahr in Jerusalem)".

Jerusalem heute
Jerusalem ist eine bunte Mischung mehrerer Kulturen und Nationalitäten, eine Mischung aus Alt und Neu. Rund 630.000 Menschen leben heute in Israels Hauptstadt. Die größte Stadt des Landes ist Sitz der israelischen Regierung, des Obersten Gerichtshofes, der Ministerien und des Oberrabbinats. Neben der Nationalbibliothek befindet sich hier auch die Gedenkstätte an den Holocaust, Yad Vashem. Die Altstadt Jerusalems besteht aus einem arabischen, einem jüdischen, einem armenischen und einem christlichen Viertel.

Jerusalem gestern
2500 v. Chr. Jerusalem wird erstmals auf einer Tontafel erwähnt.
1004 v. Chr. David erobert die Stadt „Zion“; König Salomon erbaut um 930 v. Chr. den ersten Tempel.
586 v. Chr. Die Babylonier zerstören Jerusalem und damit auch den Tempel. 70 Jahre später kehren Juden aus dem Exil zurück und bauen an der selben Stelle den zweiten Tempel.
70 n. Chr. Nach einem Aufstand gegen die römische Herrschaft werden der Tempel und Jerusalem von Kaiser Titus vollständig zerstört.
136 n. Chr. Der römische Kaiser Hadrian errichtet auf den Trümmern die Colonia Aelia Capitolina. Den Juden wird unter Androhung der Todesstrafe verboten, das Gebiet zu betreten.
335 Jerusalem wird durch Konstantin den Großen christlich.
638 Der Kalif Omar I erobert Jerusalem. In der Folgezeit wird an der Stelle des Tempels der Felsendom erbaut. Außerdem wird die El-Aksa-Moschee errichtet.
1099 Die Kreuzfahrer nehmen Jerusalem ein.
1187 Unter Saladin dem Großen fällt die Stadt wieder an die Muslime zurück.
1517 Der türkische Sultan Selim I erobert die Stadt.
1855 Die erste jüdische Siedlung außerhalb der Stadtmauern wird errichtet.
1917 Die Engländer erobern Jerusalem.
1948 Der Staat Israel wird gegründet.
1949 Nach dem israelisch-arabischen Krieg wird die Stadt zweigeteilt. Die Altstadt mit der Klagemauer kommt unter jordanische Verwaltung.
1967 Im Sechs-Tage-Krieg erobert Israel die Altstadt von Jerusalem zurück. Die Stadt wird zur „Ewigen Hauptstadt Israels“ erklärt. Aber die Palästinenser beanspruchen die Stadt weiterhin. Ost-Jerusalem soll Hauptstadt und Regierungssitz eines künftigen Staates Palästina werden.

"Wenn ich Dein vergesse" - Bedeutet Jerusalem dem Islam wirklich etwas?
Die Architekten der Osloer Friedensabkommen verstanden Jerusalems Sprengkraft. Sie fürchteten, alleine schon eine Diskussion über die Zukunft der heiligen Stadt, solange die weniger explosiven Fragen nicht gelöst sind, könne die zerbrechliche Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern zur Detonation bringen. Sie versuchten dieses Thema deshalb bis zum Schluß aufzuschieben. Aber es gelang ihnen nicht: Zur Eröffnung eines neuen Eingangs zu einem alten Tunnel gab es Aufstände, später hat der Bau von Wohnungen auf einem leeren Gelände in Ostjerusalem die Verhandlungen zum Stillstand gebracht und als ein israelischer Politiker als Privatperson den Tempelberg besuchte (betrat) begann die „Intifada“. Da nun klar wird, dass der Kampf um Jerusalem nicht warten wird, muss sich die Weltöffentlichkeit mit den gegeneinander stehenden Ansprüchen auseinandersetzen, die von Juden und Muslimen auf die Stadt erhoben werden, in die König David vor drei Jahrtausenden einzog.
Wer das tut, der bekommt natürlich die relativierenden Klischees zu hören, die da sagen, dass Jerusalem "beiden Völkern heilig" sei, womit gemeint ist, dass jüdische und islamische Ansprüche auf Jerusalem den gleichen Rang hätten.
Aber das stimmt nicht. Jerusalem ist die religiöse Stätte des Judentums seit über 2.000 Jahren schlechthin, ein so heiliger Ort, dass nicht nur der Boden, sondern sogar die Luft als geweiht gilt. Juden beten seit jeher in seine Richtung, nennen im Gebet immerfort seinen Namen, schließen den Pessachgottesdienst mit der Wunschformel "Nächstes Jahr in Jerusalem", und gedenken der Stadt in den Segenssprüchen nach der Mahlzeit.

Wie steht es um die Rolle Jerusalems im Islam? Seine Bedeutung verblasst neben Mekka und Medina, den Zwillingsstädten, wo Mohammed lebte, und wo die großen Ereignisse der islamischen Geschichte stattfanden. Jerusalem ist nicht der Ort, dem Muslime sich beim Gebet zuwenden, es wird im Koran und auch in Gebeten nicht namentlich erwähnt, und es steht in keiner direkten Verbindung zu Ereignissen in Mohammeds Leben. Die Stadt wurde nie ein Kulturzentrum und diente nie als Hauptstadt eines souveränen muslimischen Staates. Jerusalem hat die Muslime in den letzten 13 Jahrhunderten nur zeitweilig interessiert, und wenn dem so war, so wie heute, dann hatte dies politische Gründe. Wenn Jerusalem zu nichts mehr nütze ist, kühlen sich die Leidenschaften ab, und Jerusalems Status sinkt wieder.
Im Jahre 622 n. Chr. floh der Prophet Mohammed aus seiner Heimatstadt Mekka nach Medina, einer Stadt mit einer bedeutenden jüdischen Einwohnerschaft. Bei seinem Eintreffen, vielleicht auch schon früher, übernahm er eine Anzahl judenfreundlicher Praktiken, so ein Fasten wie am Jom Kippur, ein synagogenähnliches Gebetshaus, und Speiseregeln in der Art der koscheren Ernährung. Mohammed übernahm auch die jüdische Gewohnheit, sich beim Gebet dem Tempelberg zuzuwenden. "Er wählte des Heilige Haus in Jerusalem, um die Gunst des Volkes des Buches [d. h. der Juden] zu gewinnen," schreibt At-Tabari, ein früher muslimischer Korankommentator, "und die Juden freuten sich." Moderne Historiker stimmen dem zu: W. Montgomery Watt, ein führender Mohammed-Biograph erklärt die "weitreichenden Zugeständnisse an jüdische Gefühle" als einen Teil seines "Wunsches, mit den Juden im Einklang zu sein."

Muslime bekommen religiöses Interesse an Jerusalem, weil es ihnen politisch nützt. Wenn das politische Klima sich wandelt, lässt ihr Interesse wieder nach.
Aber Juden kritisierten den neuen Glauben und wiesen Mohammeds Gesten zurück. Damit brachten sie Mohammed schließlich dazu, mit ihnen zu brechen, wahrscheinlich im Frühjahr 624. Das dramatischste Zeichen dieser Veränderung kam in Form eines Koranabschnittes (2:142-52), der die Gläubigen anweist, nicht länger nach Syrien, sondern stattdessen nach Mekka gerichtet zu beten. (Der Koran und andere Quellen bezeichnen die Richtung nur als "Syrien"; andere Informationen machen klar, dass mit "Syrien" Jerusalem gemeint ist.)
Diese Episode war Anfang eines Musters, das sich in den darauffolgenden Jahrhunderten viele Male wiederholen sollte: Muslime bekommen religiöses Interesse an Jerusalem, weil es ihnen politisch nützt. Wenn das politische Klima sich wandelt, lässt ihr Interesse wieder nach.
In dem Jahrhundert nach Mohammeds Tod veranlassten politischen Gründe die in Damaskus residierende Omaijaden-Dynastie, die über Jerusalem herrschte, die Stadt zu einer islamischen heiligen Stätte zu machen. In heftige Auseinandersetzungen mit einem gegnerischen Führer in Mekka verwickelt, wollten die Omaijadenherrscher Arabien zugunsten Jerusalems auf einen niedrigeren Rang herabstufen. Sie förderten eine Literaturgattung, die die "Tugenden Jerusalems" besang und verbreiteten Berichte über Worte und Taten des Propheten (Hadithe genannt), die für Jerusalem vorteilhaft waren. Von 688 bis 691 bauten sie das erste große Bauwerk des Islam, den Felsendom, oben auf die Überbleibsel des jüdischen Tempels.
Im Jahre 715 bauten die Omaijaden Jerusalem nachträglich in den Koran ein.
Eine besonders feinsinnige und komplizierte Maßnahme war, dass sie den Koran neu interpretierten, um darin Raum für Jerusalem zu schaffen. Im Koran (17,2) heißt es, in einer Schilderung von Mohammeds nächtlicher Reise (Isra'): "[Gott] bringt seinen Knecht [d. h. Mohammed] des Nachts von der Heiligen Moschee zu der Fernen Moschee." Als diese Koranpassage erstmals offenbart wurde, etwa um 621, gab es einen Platz mit der Bezeichnung Heilige Moschee. Dagegen war die "Ferne Moschee" eine Redewendung, aber kein Ort. Einige frühe Muslime verstanden sie als Metapher oder als einen Ort im Himmel. Und wenn es eine "Ferne Moschee" auf Erden gegeben hätte, dann wäre Palästina dafür kein wahrscheinlicher Ort gewesen, da diese Gegend an anderer Stelle im Koran (30,1) "das nächstgelegene Land" (adna al-ard) genannt wird.
Aber im Jahre 715 bauten die Omaijaden eine Moschee in Jerusalem, wieder direkt auf dem Tempelberg, und nannten sie die "Ferne Moschee" (al-masdschid al-aksa, oder Al-Aksa-Moschee). Dadurch bauten die Omaijaden nicht nur Jerusalem nachträglich in den Koran ein, sondern gaben der Stadt auch in Mohammeds Leben nachträglich eine besondere Rolle. Denn wenn die "Ferne Moschee" in Jerusalem ist, dann fanden Mohammeds Nachtreise und seine anschließende Himmelfahrt (mi'radsch) auch auf dem Tempelberg statt.
Aber wie immer spielte Jerusalem nur solange eine theologische Rolle, wie es auch politisch eine Rolle spielte. Als die Omaijaden-Dynastie 750 zusammenbrach, geriet Jerusalem fast in Vergessenheit. In den darauffolgenden dreieinhalb Jahrhunderten ließ die Beliebtheit der Bücher nach, die die Stadt priesen. Man hörte nicht nur auf, prächtige Bauwerke zu errichten, sondern es verfielen auch die, die es gab. (Der Felsendom stürzte 1016 zusammen.) "Gelehrte Männer gibt es wenige, Christen viele", klagt ein in Jerusalem gebürtiger Muslim des zehnten Jahrhunderts. In Habgier und achtloser Gleichgültigkeit, wie F. E. Peters von der New York University sagt, ließen die Herrscher der neuen Dynastie Jerusalem und sein Umland ausbluten.
Im frühen zehnten Jahrhundert, stellt Peters fest, war das muslimische Regime über Jerusalem von fast nachlässiger Art, ohne besondere politische Bedeutung. Dieser nahezu gleichgültigen Haltung entsprechend rief die Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer 1099 anfangs nur eine milde muslimische Antwort hervor: "Man findet weder Schockiertheit noch ein Gefühl von Verlust oder Demütigung in religiöser Hinsicht" stellt Emmanuel Sivan von der Hebrew University fest, der Fachmann für diesen Zeitraum ist.
Erst als die Absichten, Jerusalem zurückzugewinnen, um 1150 ernsthaft wurden, begannen muslimische Führer die Bedeutung Jerusalems für den Islam zu betonen. Wieder erschienen Hadithe über die Heiligkeit Jerusalems und Bücher über "Jerusalems Tugenden". Ein Hadith legt Mohammed die Aussage in den Mund, dass es, abgesehen von seinem Tod, die zweitgrößte Katastrophe wäre, die dem Islam bevorstünde, dass Jerusalem in die Hand der Ungläubigen fiele.
Als Jerusalem aber nach Saladins Rückeroberung wieder fest in muslimischer Hand war, fiel das Interesse an der Stadt so weit, dass einer der Enkel Saladins sie 1229 an Kaiser Friedrich II abtrat, als Gegenleistung für die Zusage deutscher Militärhilfe gegen seinen Bruder, einen rivalisierenden König. Zu sehen, dass Jerusalem wieder in Christenhand war, erregte aufs neue starke muslimische Gefühle. 1244 war die Stadt infolgedessen wieder unter muslimischer Herrschaft. Die hier wirksame Psychologie verdient Beachtung: Dass christliche Ritter aus fernen Ländern herbeireisten, um Jerusalem zu ihrer Hauptstadt zu machen, verlieh der Stadt auch in den Augen der Muslime größeren Wert. "Es war eine Stadt, die von den Feinden des Glaubens hochbegehrt war, und damit wurde sie, sozusagen spiegelbildlich, den Muslimherzen teuer." sagt Sivan.
Die Stadt fiel dann für fast acht Jahrhunderte in ihre vorherige Bedeutungslosigkeit zurück. Ihre gesamte Bevölkerung umfasste zeitweise nur erbärmliche viertausend Seelen. Die Heligtümer des Tempelberges waren sich selbst überlassen und dienten als Steinbruch. Unter der Herrschaft der Ottomanen (1516-1917) wurde Jerusalem zu einer würdelosen Steuerpfründe für auswärtige Beamte, die nur ein Jahr dort zubrachten und daher sehr habgierig waren. Die Steuerbücher führen Seife als einziges Ausfuhrprodukt der Stadt. 1611 findet George Sandys: "Vieles liegt verwüstet; die alten Bauwerke (bis auf wenige) sind Ruinen, die neuen sind unbedeutend." Gustave Flaubert, bekannt durch "Madame Bovary", kam 1850 hierher und fand "überall Ruinen". Mark Twain schrieb 1867, Jerusalem "hat all seine einstige Größe verloren und ist ein armseliges Dorf geworden".
Kein ausländischer arabischer Führer kam zwischen 1948 und 1967 nach Jerusalem. In der Neuzeit wurde Jerusalem, so der israelische Gelehrte Hava Lazarus-Yafeh, "erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Brennpunkt religiöser und politischer arabischer Aktivität, und dies nur wegen neuer jüdischer Aktivität in der Stadt, und wegen der Ansprüche des Judentums auf die Klagemauer".
Die britische Herrschaft über die Stadt, die von 1917 bis 1948 dauerte, erregte die muslimische Leidenschaft für Jerusalem weiter. Der Palästinenserführer und Mufti von Jerusalem Hadsch Amin el-Husseini stellte den Tempelberg in den Mittelpunkt seiner antizionistischen Bemühungen, beispielsweise beschaffte er aus der Arabischen Welt Geldmittel zur Wiederherstellung des Felsendoms. Arabische Politiker machten Jerusalem zu ihrem bevorzugten Reiseziel; zum Beispiel kamen irakische Führer regelmäßig hierher, wo sie demonstrativ in der Al-Aksa beteten und mitreißende Reden hielten.
Aber als die Muslime die Altstadt mit ihren islamischen Heiligtümern 1948 wieder einnahmen, verloren sie rasch das Interesse daran. Es gab eine anfängliche Aufregung, was sich darin zeigte, dass der koptische Bischof König Abdallah im November desselben Jahres zum "König von Jerusalem" krönte, aber dann setzte die übliche Langeweile wieder ein. Die Haschemiten hatten keine besonderen Gefühle für Jerusalem, wo einige ihrer entschiedensten Feinde lebten, und wo Abdallah selbst 1951 erschossen wurde. Tatsache ist, dass die Haschemiten gemeinsame Anstrengungen unternahmen, um die Bedeutung Heiligen Stadt zugunsten ihrer Hauptstadt Amman herabzumindern. Jerusalem hatte als britische Verwaltungshauptstadt gedient, nun aber wurden dort alle Regierungsbüros, bis auf die für den Tourismus, geschlossen. Die Jordanier schlossen auch einige Einrichtungen, (z.B. das Arabische Hochkomitee) und verlagerten andere (die Kasse des palästinensischen Waqf, der religiösen Stiftung) nach Amman.
Sie hatten Erfolg damit. Jerusalem wurde wieder zu einer abgeschiedenen Provinzstadt, jetzt sogar noch unbedeutender als Nablus. Die Wirtschaft stagnierte und viele Tausende verließen das arabische Jerusalem. Während sich die Bevölkerung von Amman in der Zeit von 1948-67 verfünffachte, wuchs die von Jerusalem gerade um 50 Prozent. Amman wurde als Sitz der ersten Universität des Landes ausgewählt, wie auch als Sitz der zahlreichen Residenzen der königlichen Familie. Vielleicht am beleidigendsten war, dass der jordanische Rundfunk die Freitagsgebete nicht aus der Al-Aksa-Moschee übertrug, sondern aus einer Moschee in Amman.
Mit dieser Geringschätzung Jerusalems war Jordanien nicht alleine. Die Stadt verschwand praktisch von der arabischen diplomatischen Landkarte. Kein ausländischer arabischer Führer kam zwischen 1948 und 1967 nach Jerusalem; sogar König Hussein kam nur selten.
König Faisal von Saudiarabien sprach nach 1967 oft von seinem Verlangen, in Jerusalem zu beten, aber er scheint nie die Gelegenheit dazu wahrgenommen zu haben, als er sie noch hatte. Vielleicht am bemerkenswertesten ist, dass das Gründungsdokument der PLO, der Palästinensische Nationalkonvent von 1964, Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt.
All das änderte sich abrupt nach dem Juni 1967, als die Altstadt unter israelische Herrschaft gelangt war. Wie schon in der britischen Periode machten die Palästinenser Jerusalem wieder zum Mittelpunkt ihres politischen Programms. Überall tauchten Bilder des Felsendomes auf, von Yassir Arafats Büro bis zum Laden an der Ecke. Die Verfassung der PLO von 1968 nannte Jerusalem den "Sitz der Palästinensischen Befreiungsorganisation".
Mit ihrem erneuerten Interesse standen die Palästinenser nicht alleine da. "Wie in der Kreuzritterzeit," so Lazarus-Yafeh, begannen viele Muslimführer wieder damit, die Heiligkeit Jerusalems in der islamischen Tradition zu betonen, und holten sogar verstaubte alte Hadithe hervor, um ihre Ansprüche zu untermauern. Jerusalem wurde zum Dauerthema der Resolutionen der Arabischen Liga und der vereinten Nationen. Die vormals geizigen Regierungen von Jordanien und Saudiarabien zahlten nun reichlich an den Waqf von Jerusalem.
Wie schon unter dem britischen Mandat, so ist Jerusalem seit 1967 wieder das wichtigste Zugpferd zur Mobilisierung des internationalen muslimischen Interesses geworden. 1969 bot ein Feuer in der Al-Aksa-Moschee Faisal den Anlass, fünfundzwanzig islamische Staatsmänner zu versammeln und die Islamische Konferenz zu gründen, eine UN für Muslime. Der höchste schiitische Würdenträger des Libanon spricht immer wieder über das Thema der Befreiung Jerusalems, um seine Gefolgschaft zur Befreiung des Libanon anzufeuern. Seit der Islamischen Revolution zeigen die iranische 1-Rial-Münze und die 1000-Rial-Banknote eine Abbildung des Felsendomes. Iranische Soldaten erhielten, als sie sich 1980 im Krieg mit Saddam Husseins Streitkräften befanden, primitive Landkarten, auf denen ein Weg durch den Irak nach Jerusalem eingezeichnet war. Ayatollah Khomeini erklärte den letzten Freitag des Ramadan zum Jerusalemtag, und der Feiertag dient seither als ein wichtiger Anlass zu antiisraelischen Kundgebungen.

"Es ist für Juden verboten, an der Westmauer zu beten."
Seit der Eroberung/Befreiung durch Israel haben einige Ideologen versucht, die Verbindung des Islam mit Jerusalem auf eine historische Grundlage zu stellen. Sie gebrauchen drei Argumente, die allesamt historisch fragwürdig sind. Erstens behaupten sie, es gebe eine muslimische Verbindung zu Jerusalem, die älter sei als die jüdische. Ghada Talhami, ein Wissenschaftler am Lake Forest College, versichert beispielsweise: "Es gibt andere heilige Städte im Islam, aber Jerusalem hat einen besonderen Platz in den Herzen und im Denken der Muslime, da sein Schicksal immer mit dem ihren verknüpft gewesen ist."
Immer?
Die Gründung Jerusalems fand statt etwa zwei Jahrtausende vor dem Beginn des Islam, wie kann das also sein?
Ibrahim Hooper, Direktor am Council on American-Islamic Relations in Washington, erklärt: "Die Verbindung zwischen Muslimen und Jerusalem beginnt nicht mit dem Propheten Mohammed, sie beginnt mit den Propheten Abraham, David, Salomon und Jesus, die auch Propheten im Islam sind."
Mit anderen Worten: die Hauptpersönlichkeiten des Judentums und des Christentums waren in Wirklichkeit die ersten Muslime.
Die zweite Behauptung, die nicht weniger anachronistisch ist, besagt, dass im Koran von Jerusalem die Rede sei. Hooper und andere sagen: Der Koran bezieht sich auf Jerusalem mit dessen islamischem Mittelpunkt, der Al-Aksa-Moschee. Aber das ergibt keinen Sinn - eine Moschee, die ein Jahrhundert nach der Niederschrift des Koran erbaut wurde, kann nicht das darstellen, was der Koranvers ursprünglich meinte.
Drittens leugnen einige Muslime, dass Jerusalem für die Juden irgendeine Bedeutung habe. Abd al-Malik Dahamshe, ein arabischer Abgeordneter in Israels Parlament, behauptete letzten Monat einfach: "Die Westmauer hat nichts mit den Überresten des jüdischen Tempels zu tun." Ein fundamentalistischer arabischer Führer ging noch weiter und verkündete: "Es ist für Juden verboten, an der Westmauer zu beten." Oder, kurz und bündig auf einem Transparent: "Jerusalem ist arabisch."

Wenn einem auch die Ohren klingen von den Versicherungen, dass Jerusalem essentiell für den Islam sei, so enthält die Religion doch ein zurückhaltendes aber durchgängiges Ressentiment gegen Jerusalem. Der vielleicht wichtigste Vertreter dieser Sicht war Ibn Taymiya (1263-1328), einer der strengsten und einflußreichsten religiösen Denker des Islam. (Die arabischen Wahhabiten sind seine neuzeitlichen Nachfolger.)
Ibn Taymiya versuchte den Islam von Hinzufügungen und Unfrömmigkeit zu reinigen und verwarf die Heiligkeit Jerusalems als eine Idee, die von Juden und Christen herstamme und von der längst vergangenen Rivalität der Omaijaden mit Mekka. Allgemein wussten gebildete Muslime in den Jahren nach den Kreuzzügen, dass die große Publizität der Hadithe, die Jerusalems Heiligkeit priesen, aus dem Gegenkreuzzuges herrührte, das heißt aus politischem Kalkül, und hielten sich dazu reserviert.
Jerusalem wird für Muslime niemals mehr sein als eine Stadt zweiter Klasse.
In Erinnerung daran, dass Gott die Muslime einst ihre Gebete nach Jerusalem richten ließ, um sie dann stattdessen nach Mekka zu wenden, sagen einige frühe Hadithe, dass die Muslime sich zum Gebet ausdrücklich von Jerusalem abwenden, eine ablehnende Geste, von der sich ein Überbleibsel erhalten hat: Wer in der Al-Aksa-Moschee betet, dreht nicht zufällig der Tempelplattform, zu der die Juden hin beten, genau den Rücken zu.
In Jerusalem haben theologische und historische Ansprüche dieselbe Funktion wie anderswo Rechtsdokumente. Wer eine tiefere und längerwährende Verbindung mit der Stadt nachweisen kann, hat eine bessere Chance, für seine Herrschaft internationale Unterstützung zu gewinnen. In diesem Zusammenhang sind aus der Tatsache, dass die Politik so lange die muslimische Verbindung zu Jerusalem genährt hat, zwei Folgerungen zu ziehen. Erstens deutet sie auf die relative Schwäche der islamischen Verbindung mit der Stadt hin, die ebensosehr aus den vorübergehenden Erwägungen weltlicher Bedürfnisse erwächst, wie aus unwandelbaren Glaubenssätzen.
Zweitens folgt daraus, dass das muslimische Interesse weniger darin besteht, Jerusalem zu beherrschen, als darin, niemand anderem die Herrschaft über die Stadt zuzugestehen. Jerusalem wird für Muslime niemals mehr sein als eine Stadt zweiter Klasse.

Im Gegensatz dazu ist Mekka die ewige Stadt des Islam, der Ort, an dem, wie Muslime glauben, Abraham beinahe Isaaks Bruder Ismael geopfert hätte, und zu dem sich Muslime fünfmal täglich im Gebet hinwenden. Nichtmuslimen ist der Zutritt streng verboten, daher ist die Einwohnerschaft rein muslimisch. Die Stadt Mekka weckt in den Muslimen ein ähnliches Gefühl wie Jerusalem unter Juden: "Sie nur zu erwähnen, ruft heilige Ehrfurcht in den Herzen der Muslime hervor," schreibt Abad Ahmad von der Islamic Society of Central Jersey.

Stark vereinfacht ausgedrückt: Jerusalem ist für die Juden, was Mekka für die Muslime ist. Und genau so, wie Muslime über ein ungeteiltes Mekka herrschen, sollten Juden über ein ungeteiltes Jerusalem herrschen.
   
Israel - Holy-Days

Dieses Album (Israel - Holy-Days) beinhaltet derzeit 274 Fotos von Fest-, Fast-, Gedenk- und Feiertagen.

Auf der ganzen Welt gibt es Begebenheiten und Menschen, an die man sich erinnern möchte. Abgesehen vom Umstand, dass an manchen Tagen nicht gearbeitet wird, ist das bewusste Begehen eines Feier- oder Gedenktages oft nicht ausgeprägt.
Betrachtet man einen besonderen Tag für sich, gibt es im wesentlichen drei Kriterien, die interessant sind. Der Name des Tages, der Zeitpunkt an dem er begangen wird und Informationen zum Tag, etwa, woran der Tag erinnern soll, dessen geschichtlicher Hintergrund, usw..
Der Zeitpunkt, an dem ein Tag begangen wird, ist für sich genommen nochmals in vielfältige Ausprägungen unterschieden. Alle Tage, die in jedem Jahr am selben Datum stattfinden, sind feste Feiertage (z.B. jedes Jahr am 3. Oktober).
Alle anderen Feiertage sind bewegliche Feiertage. Die beweglichen Feiertage können nach ganz unterschiedlichen Regeln bestimmt werden. Gängige Beispiele sind Tage, die vom Ostertermin abhängen (z.B. Fronleichnam), Tage, die an einem bestimmten Wochentag im Monat begangen werden (z.B. der erste Montag im Mai) oder auch Tage an einem bestimmten Wochentag vor oder nach einem festen Datum (z.B. der erste Sonntag nach dem 29.9.).
Zusätzlich ist die Gültigkeit eine weitere Größe. Die Gültigkeit richtet sich hauptsächlich nach regionalen und kulturellen Gegebenheiten. So sind gesetzliche Feiertage in aller Regel in bestimmten Ländern, Bundesländern, Städten usw. gültig. Andere Feiertage werden von Glaubensgemeinschaften begangen, z.B. christliche Feiertage.
Weil sich hierbei Überschneidungen ergeben, ist an dieser Stelle eine Unterteilung in Tagesbeschreibungen und Verweisen zu regionalen und kulturellen Gültigkeiten hilfreich. Ostern beispielsweise muss so nur einmal beschrieben werden, obwohl es ein christlicher Feiertag ist, aber auch gesetzlicher Feiertag in bestimmten Ländern.
Die Auflösung der vielschichtigen Gültigkeiten, die Anwendung von mathematischen Grundlagen zur Kalenderberechnung und schließlich die systematische Recherche und Ablage von geschichtlichen und anderen wissenswerten Informationen zu Feier- und Gedenktagen machen das Thema Interessant für die Bearbeitung mit moderner Informationstechnologie.

Jüdische Feste antiken Ursprungs werden in Israel intensiv und auf vielerlei Art begangen. Die Feste finden ihren Ausdruck in traditionellen oder modernen Gebräuchen und Praktiken. Sie prägen darüber hinaus das nationale Leben nachhaltig.
Die jüdischen Feste sind "Orientierungspunkte", die den Jahresverlauf in Israel einteilen. Sie sind feste Bestandteile des täglichen Lebens: auf den Straßen, im Schulsystem sowie in Synagogen und Haushalten im ganzen Land.
   
Israel - Nature

Dieses Album (Israel-Nature) beinhaltet derzeit 200 Fotos von Flora, Fauna-, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, sowie dem Wasser, einer der wichtigsten Lebensbedingungen in Israel.

Naturschutzgebiete

Die über 160 Naturschutzgebiete Israels erstrecken sich über mehr als 60.000 Hektar. Obwohl Israel ein relativ kleines Land ist (es hat die Größe von Hessen), verfügt es über erstaunlich viele unterschiedliche Landschaften und natürliche Sehenswürdigkeiten.
Es gibt soviel zu sehen: mehr als 1.000 Meter hohe Berge neben Ebenen und Tälern, die über 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegen und somit der tiefste Punkt dieser Erde sind; dichte Vegetation wechselt mit Dürregebieten, Klippen ragen mehrere hundert Meter empor, Wüstensand erstreckt sich über Dutzende von Kilometern, sehr enge Schluchten mit Strömen und Wasserfällen kontrastieren mit - ausgetrockneten Flußbetten.
Auf Grund seiner geographischen Lage und seiner besonderen topografischen Struktur gibt es in Israel verschiedene Klimazonen. Es existieren hier mehr als 3.000 verschiedene Pflanzen, 350 Vogel-, 100 Säugetier- und 100 Reptilienarten.

Nationalparks
Dazu gehören in Israel nicht nur Landschaftsgebiete, sondern auch Gebiete von historischem und archäologischem Interesse. Die wichtigsten sind Hazor, Achziv, die Nimrod Kreuzfahrerburg, Caesarea, Ashkelon, Megido, Herodian, Masada, Qumran, Jericho, Tel Arad und Ein Avdat.
Besucher der Parks können dort eine Eintrittskarte erwerben, die 14 Tage lang zum Eintritt in alle Parks berechtigt, bei Reisegruppen ist sie drei Wochen gültig. Das Ticket kann auch bei der National Park Authority gekauft werden:
Tel Aviv
4 Rehov Aluf M. Maldeif - Hakirya
61070 Tel Aviv - Tel. (03) 252281
   
Israel - People

Dieses Album (Israel-People) beinhaltet derzeit 268 Fotos von in Israel lebenden Menschen, von Menschen, die in einem jüdischen Staat leben, von Israelis und auch von in Israel lebenden Juden.

55 Jahre nach der Gründung des Staates Israel leben heute 6,7 Mio. Menschen in Israel. Der jüdische Bevölkerungsanteil beläuft sich auf annähernd 5,4 Mio. Das sind 38% der Juden weltweit. Der nicht-jüdische Bevölkerungsanteil liegt bei 1,3 Mio., davon sind 82% Moslems, 9% Christen und 9% Drusen. Am 15. Mai 1948 waren es noch 806.000 Einwohner. Damit hat sich die Zahl seit der Staatsgründung verachtfacht.

Seit dem Unabhängigkeitstag vor einem Jahr wuchs die Bevölkerungszahl um 131.000, das ergibt eine Wachstumsrate von 2%. Seit 1948 immigrierten 3 Mio. Menschen nach Israel, davon kamen allein mehr als 1 Mio. in der Zeit nach 1990. Im vergangenen Jahr wanderten 31.000 Menschen nach Israel ein, und 140.000 Babys wurden geboren.
Jerusalem zählt 680.000 Einwohner, die Bevölkerung stieg im vergangenen Jahr um 1,7%. 1948 lebten noch 36% der Gesamtbevölkerung des Landes im Großraum Tel Aviv. Heute sind es 18%. Im wüstenreichen Südteil des Landes lebten 1948 2,5% der Gesamtbevölkerung. Heute sind es 14%.
   
Israel - Scenery

Dieses Album (Israel-Scenery) beinhaltet derzeit 289 "Landschaftsbilder" von den Regionen "Mitte", "Nord" und "Süd".

Israel: Auf dem Wasser wandeln oder in die Tiefe tauchen?
Doch eigentlich ist das ganze Land ein einziges Museum. Fast täglich befördern Archäologen historische Funde ans Tageslicht. Zu den bedeutendsten Ausgrabungen zählen die Ruinenstadt Avdat in der Wüste Negev mit Grabanlagen, einer Zitadelle und byzantinischen Kirchenbauten, die Stadtburg Meggido in der Yizre'el-Ebene und die Überreste der Festung von Massada am Westufer des Toten Meeres.
73 nach Christus spielte sich auf dem Hochplateau von Massada eine tragische Episode ab: Fast 1000 jüdische Freiheitskämpfer hatten sich dort vor den Römern verschanzt. Als sie die Stellung nicht mehr halten konnten, töteten sie sich selber mit dem Schwert.
Neben Pilgern und Geschichtsinteressierten kommen aber auch Sonnenanbeter und Sportler in Israel auf ihre Kosten. Die bizarren Granitfelsen und weiten Ebenen in der Wüste Negev fordern zu Wander- und Kletterpartien, Mountainbike-Touren und Fahrten im Geländewagen heraus. Traumhafte Bade-, Tauch- oder Surfreviere sind Coral Beach in Eilat sowie die Strände zwischen Rosh Hanikra und Ashqelon am Roten Meer, Carmel Beach bei Haifa am Mittelmeer, Ein Gedi und Ein Bokek am Toten Meer.
Süßwasserfische plantschen am südwestlichen Ufer des See Genezareths.
Einzigartig: Ein Besuch im Dolphin Reef oder im Coral World Underwater Observatory sechs Meter unter dem Meeresspiegel, beides in der quirligen Touristenmetropole Eilat.
Paradebeispiel für Israels moderne Seite ist Tel Aviv an der Mittelmeerküste. Eine futuristische Skyline, geschäftiges Treiben auf den Straßen, chice Cafés und Geschäfte prägen Israels Wirtschaftszentrum. Urlauber können bis spät in die Nacht auf die Piste gehen, sich am breiten Sandstrand in der Sonne aalen oder auf den pikfeinen Boulevards shoppen gehen.
   
Israel - Symbols

Dieses Album (Israel - Symbols) beinhaltet derzeit 146 Fotos von besonderer Symbolik (aber auch Wegweiser und Straßenschilder).

Bis heute stellen die israelischen Araber, die 18% der 6,3 Millionen israelischen Staatsbürger ausmachen, eine schwer zu integrierende Minderheit in dem jüdischen Staat dar, in dem die Erreichung des zionistischen Ideals, d.h. die Absorbierung jüdischer Einwanderer und die Entwicklung einer jüdischen Gesellschaft, Priorität besitzt.
Der israelische Staat repräsentiert die Symbole und Interessen seiner Mehrheit.
Eine völlige Integration der arabischen Minderheit in Israel wird durch ihre Zugehörigkeit zur arabischen Welt, welche Israel größtenteils bis heute feindlich gesinnt ist, wesentlich erschwert.

   

 

 
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