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Western Wall (Kotel) - Jerusalem
 

Holy Day \ Bar Mitzvah - Dancing

Die Bar/Bat-Mitzwa-Zeremonie läuft in den verschiedenen progressiven Synagogen sehr unterschiedlich ab.
Im Allgemeinen liest die betroffene Person an einem Schabbatvormittag den Wochenabschnitt aus der Thorarolle (einige lesen, einige singen, einige lesen und übersetzen) und sagt die Lobsprüche vor und nach der Lesung.
Gewöhnlich ist das Kind für die gesamte Thoralesung verantwortlich, nicht nur für die letzten paar Verse (Maftir), wie es in vielen orthodoxen Synagogen üblich ist. In vielen Synagogen liest es dann die Haftara, den für die Woche bestimmten Prophetenabschnitt mit seinen Lobsprüchen. In einigen Synagogen gibt der Jugendliche ebenfalls eine kurze Erklärung des Thora-Abschnitts oder hält gar eine Predigt, die sich auf den Wochenabschnitt bezieht und sich auf seine jüdischen Studien gründet. Zusätzlich leiten manche von ihnen die Gebete im Gottesdienst oder lesen bestimmte Texte wie die Zehn Gebote. Außerdem ist es üblich, dass sie ein besonderes Gebet sprechen, in dem dieser besondere Anlass formuliert wird:
Vor denen, die mich unterrichtet haben, vor dem Vorstand und den Gliedern dieser heiligen Gemeinde, will ich mich darauf vorbereiten, die Verpflichtungen anzunehmen, die ganz Israel gelten. Ich bitte den Vorstand und die Gemeinde um ihre Hilfe in den kommenden Jahren, damit meine Liebe zu dieser Gemeinde und mein Einsatz für sie gestärkt werden und damit ich an Werken der Nächstenliebe und an guten Taten wachse.
Ich denke jetzt auch an die, die mir vorangegangen sind. Ich denke an das Erbe der Heiligkeit und der Güte, das sie in schweren Zeiten bewahrt haben, so dass ich heute diese Erbschaft übernehmen kann.
Ich möchte ein wahrer Bar-Mitzwa sein, ein wahrer Sohn der Gebote./Ich möchte eine wahre Bat-Mitzwa sein, eine wahre Tochter der Gebote. Ich möchte meinen Platz in der Gemeinde Israels einnehmen. Ich möchte ihre Verpflichtungen annehmen und mich an ihrem Segen erfreuen. Ich möchte ein Zeuge/eine Zeugin sein für den lebendigen Gott und für seine Güte. Ich möchte die Tradition, die in mir lebt, weitertragen.
Ich denke an alle, die mir geholfen haben, diesen Augenblick zu erreichen. Ich danke für die Liebe und Fürsorge meiner Familie. Ich danke für die Geduld und Ratschläge meiner Lehrerinnen und Lehrer. Ich danke für meine Freundinnen und Freunde, die mich begleiten.
In der Thora habe ich das Wort Gottes gelesen. Mit eurer Hilfe will ich nun weitergehen und es in meinem Leben erfüllen.

 

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