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Panoramic view of the city
Nazareth liegt am Nordhang des Jesreel-Tals und hat heute ca. 40.000 Einwohner, meist arabische Christen. Moslems gibt es nur wenige. Nur die Industrie-Neustadt Nazareth Illit wird von Juden bewohnt. Älteste Spuren einer Besiedelung stammen von ca. 2000 v.Chr. Nazareth soll der Wohnort der Eltern Jesu gewesen sein und danach hat er wahrscheinlich auch seine Kinderjahre hier verbracht, bevor er nach Kapernaum zog. Es gibt auch Historiker, die es für wahrscheinlich halten, dass Jesus hier geboren wurde und sein Geburtsort von den Evangelisten nachträglich nach Bethlehem verlegt wurde um die Prophezeiungen aus dem Alten Testament zu erfüllen. Andere wiederum halten es für möglich, dass die Bezeichnung "Nazarener" die Evangelisten irreführte und in Wirklichkeit "Beschützer", abgeleitet vom syrischen Wort "nesarja" bedeutet.
Maria von Nazareth - Skandal oder göttliches Geheimnis
Maria von Nazareth - Ewige Jungfrau und heilige Mutter - Magd und Königin.
Menschen in aller Welt gedenken ihrer in Gottesdiensten und Gebeten. Ihre Geschichte klingt unglaublich: Maria, eine junge Frau aus ländlicher Gegend, erfährt, dass sie ein Kind unter ihrem Herzen tragen wird, ohne je mit einem Mann zusammen gewesen zu sein. Ein Skandal nach herkömmlicher Auffassung, der, wäre nicht Joseph an ihrer Seite, in der streng gläubigen jüdischen Umgebung hart geahndet würde. Ein Geheimnis, eine göttliche Tat, nach Auffassung der Anhänger der neuen Religion, an deren Anfang Maria steht, die Mutter Jesu. Historische Wahrheit? Nicht erst heute, sondern schon seit Beginn des Christentums wird die Frage gestellt, was sich wirklich im fernen Palästina vor zwei Jahrtausenden ereignete und wer die Frau aus Nazareth war, die das Antlitz der ganzen Welt verändern sollte. Das Leben der Maria, in weihnachtsseliger Stimmung oft harmonisch und süßlich dargestellt, war voller Entbehrungen und Gewalt. Der unbewiesene Kindermord von Bethlehem, dem sich nach dem Neuen Testament die Heilige Familie durch die Flucht nach Ägypten entzieht, wurde häufig als biblische Phantasie abgetan. Nach neuesten Erkenntnissen aber war Kindermord zur damaligen Zeit keineswegs undenkbar. In den Ruinen der Stadt Ashkelon fanden Ausgräber in einer Abfallgrube die Knochen von etwa einhundert Kindern. Die gentechnische Untersuchung durch israelische Anthropologen ergab: Es waren vornehmlich Jungen, die in den ersten Tagen ihres Lebens ermordet worden waren. »Aus der Parallele dieser archäologischen Ausgrabung können wir ableiten, dass das, was im Neuen Testament steht, sicherlich alles andere ist als eine Legende.« Prof. Carsten Peter Thiede
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